Lernmethoden

Ohne Motivation geht nichts. Der Spruch aus der Schulzeit "Nicht für die Schule lernen wir, sondern fürs Leben" wird im Studium eindeutig. Es gibt zahlreiche Methoden um mit Erfolg zu lernen. Als effektiv haben sich z.B. folgende Lerntipps erwiesen:

- Einen festen Arbeitsplan bzw. Lernplan erstellen. Das Wichtigste beim Lernen ist die richtige Zeiteinteilung. Und die wiederum hängt direkt mit der Planung deiner jeweiligen Lerneinheiten zusammen! Bereits bei deinen ersten Prüfungen wirst du merken, ob du rechtzeitig mit dem Lernen begonnen oder dich verkalkuliert hast. Das Gute hieran: Du gewinnst Erfahrung im Lernen! Denn nur so näherst du dich deinem eigenen Optimum und kannst besser abschätzen, wie viel zeitlichen Vorlauf du benötigst, um bestens vorbereitet die nächsten Prüfungen zu bestreiten.

- Den Lernstoff einteilen und abwechseln. Jeweils einen Teilbereich, zwei Aspekte, drei Fragen o.ä. zu einem Prüfungsbereich durchnehmen. Danach eine kurze Pause einlegen und in ein anderes Thema einsteigen. Nicht zu viele Informationen an einem Tag aufnehmen - irgendwann kommt das Gedächtnis nicht mehr mit.

- Ein simpler Lerntipp lautet "strukturieren". Die Fülle des gelesenen oder mitgeschriebenen Stoffes sollte erst einmal gefiltert und zusammengefasst werden. Für die Sortierung eignen sich verschiedene, klassische wie individuelle Systeme. Empfehlenswert ist die von Journalisten verwendete Technik der Fünf-W-Fragen (Wer? Was? Wann? Wo? Wie?).

- Ein klassischer Lerntipp sind Karteikarten. Auf der einen Seite einer Karte steht die Frage und auf der anderen Seite die Antwort. Sobald du eine Frage richtig beantwortet hast, legst du die Karte ein Fach weiter. Zuerst sind alle Karten im ersten Fach. Hat sich nach einiger Zeit das erste Fach geleert, gehst du das zweite Fach durch. Wenn du die Frage richtig beantwortest, wird sie in das nächste Fach gesteckt, ansonsten muss sie zurück ins erste Fach. Auf den kleinen Karten ist relativ wenig Platz um eine mögliche Prüfungsfrage zu beantworten. Das schult die Fertigkeit, Antworten in Stichpunkten bzw. Schlagworten festzuhalten. Während des Lernprozesses und der Wiederholung des Stoffes mit den Karteikarten wird zudem trainiert, aus den kurzen Informationen eine wissenschaftliche Prüfungsantwort zu formulieren.

- Manche Wörter und Begriffe, die wollen einfach nicht in den Kopf hinein. So oft wir sie auch lernen, üben, aufschreiben oder wiederholen, immer wieder fliehen sie aus unserem Gedächtnis. Bei solchen Lern-Inhalten solltest du den so genannten "Lernkanal" wechseln, d.h. einen anderen Sinn anregen, zu dem du besseren Zugang hast. Menschen unterteilen sich, je nach präferiertem Wahrnehmungskanal bzw. –sinn, in drei Gruppen: „visuell", „auditiv" und „kinesthetisch". Das heißt, dass sich manche Menschen jeweils Inhalte besser merken können, die sie sehen (visuell), hören (auditiv) oder aber fühlen (kinesthetisch). Wenn du herausgefunden hast, zu welchem Wahrnehmungs-Typ du gehörst, fällt dir das Lernen umso leichter, wenn du den zu lernenden Stoff über eben diesen Sinneskanal aufnimmst!

- Plane Lernpausen innerhalb eines Tages. Auf die Dauer entwickelt sich daraus ein fester Tagesablauf. Das wiederum kann deine Motivation erheblich steigern, weil du dann immer wieder Phasen hast, auf die du dich freuen kannst. Grundsätzlich solltest du Pausen großzügig planen. Es hilft, dem Gehirn kurze Verschnaufpausen zu gönnen und nicht stundenlang durchgehend zu lernen. Diese Pausen wirken regenerativ, stress-abbauend und vor allem: die Lerneinheit danach wird deutlich effektiver!