Pamukkale

Pamukkale ist eine der schönsten Naturlandschaften der Türkei und deshalb auch eines der beliebtesten Ausflugsziele von Urlaubern. Diese Kleinstadt liegt etwa 21 km nordöstlich der Provinzhauptstadt Denizli.

Die Kleinstadt Pamukkale erhielt ihren Namen durch die beeindruckenden Kalksinterterrassen, die über Jahrtausende durch kalkhaltige Thermalquellen entstanden sind und heute eine Touristenattraktion darstellen. Diese weißen Sinterterrassen sehen vom weiten aus, als wären sie vollständig von Schnee bedeckt.

Thermalquellen bewirken die Aufheizung der einzelnen kleinen Becken an den Hängen. Aus den Thermalquellen fließt kalkhaltiges Wasser über die einzelnen Terrassenstufen nach unten. Wenn das heiße Wasser abkühlt, lagert sich der darin enthaltene Kalk auf den Stufen an, ähnlich wie in einer Tropfsteinhöhle. So haben sich im Laufe der Jahrtausende viele kleine Becken gebildet, die das Wasser auffangen und es über den Rand weiter nach unter fließen lassen. Je weiter sich das Wasser von der Quelle entfernt, desto mehr kühlt es sich ab. Daher hat das Wasser in den verschiedenen Becken jeweils unterschiedliche Temperaturen.

Schon die alten Römer kamen nach Pamukkale, um sich in den Thermalquellen zu entspannen und sich zu erholen. Aus dem Römischen Zeitalter stammen auch die Ruinen auf dem Gelände.

Um 190 v. Chr. durch Eumenes II von Pergamon gegründet, wurde das heute Pamukkale genannte Hierapolis im Jahre 133 Teil der römischen Provinz Asia. Hier hatte die römische Badekultur vor zweitausend Jahren ihre Entsprechung in Kleinasien gefunden. Die Stadt hatte schätzungsweise 100.000 Einwohner. Das Thermalwasser wurde wegen seiner heilenden Wirkung verehrt.

Pamukkale, ein antiker Kurort, in dem Natur und Kunst sich auf das Schönste ergänzen. Die weißen Terrassen von Pamukkale gehören zu den größten Naturwundern der Welt.

Bis heute hat es nichts von seiner Faszination eingebüßt.